Stellungnahme zum Calvinismus [1]

Der sogenannte Calvinismus ist eine der großen theologischen Auseinandersetzungen der Kirchengeschichte. Zu dieser Frage haben viele Gläubige verschiedene Standpunkte eingenommen. Die calvinistische Theologie ist auch heute ein kontroverses Thema und hat schon Gemeinden und Gläubige weltweit gespalten. Wir wollen weder Spaltungen noch unnützen Streit in unsere Gemeinde bringen. Wir wollen aber als Leitung für uns als Gemeinde nach eingehender Prüfung Orientierung anhand der Schrift geben – gemäß unserer jetzigen Erkenntnis.

Der Calvinismus wird manchmal auch als reformierte Theologie bezeichnet. Er ist auch eine Art erneuerter Augustinianismus, da die grundlegenden Lehren im 5. Jahrhundert erstmals durch Augustinus aufkamen. Den möglichen Ursprung im Manichäismus halten wir für bedenklich.

Die fünf Hauptpunkte bilden abgekürzt das Akronym TULIP:

1) Total Depravitiy – Völlige Verdorbenheit:

Damit meint man im Calvinismus nicht nur, dass der Mensch ein Sünder ist, der der Errettung bedarf- dem würden alle zustimmen. Er meint damit, dass der menschliche Wille an Satan gebunden ist und er unfähig ist, auf Gottes Botschaft der Errettung zu reagieren, außer er ist einer der Auserwählten, die zur Errettung erwählt wurden. Er ist „tot in Sünden“ in dem Sinn, dass er keine Möglichkeit hat, Gott zu antworten oder irgendeine Entscheidungsmöglichkeit in Bezug auf Gott hat. Er ist „völlig unfähig, sein Vertrauen auf Christus zu setzen“. Das nicht zu glauben, bedeute, an „das Heil durch Werke“ zu glauben. Glaube sei in dieser Hinsicht ein Werk.

2) Unconditional Election – Bedingungslose Erwählung:

Der calvinistischen Lehre entsprechend hat die Erwählung rein gar nichts mit der Antwort des Menschen auf Gott zu tun. Gott erwählt bedingungslos bestimmte Menschen zur Errettung. Diese werden antworten. Andere sind dazu unfähig.

3) Limited Atonement – Begrenztes Sühneopfer: 

Das bedeutet, dass Christus nur für die Sünden der Erwählten gestorben ist und nicht für die der Welt oder der Nicht-Erwählten. Jesus starb nach calvinistischer Sicht ausschließlich, um bestimmte Personen zu retten, die ihm der Vater in der vorweltlichen Ewigkeit gegeben hat.

4) Irresistible grace – Unwiderstehliche Gnade

Nur denjenigen, die Gott erwählt hat, wird der Geist des Lebens durch die Wiedergeburt gegeben. Sie werden unwiderstehlich zu Gott gezogen – durch Glauben, den er selektiv einigen gibt und anderen nicht.

5) Perseverence of the saints – Das Ausharren der Gläubigen

Das bedeutet, dass Gott die letztendliche Rettung und ewige Sicherheit der Erwählten garantiert. In diesem Punkt wird allerdings nicht nur die ewige Sicherheit der Heiligen gelehrt, sondern dass das Beharren/Durchhalten der Heiligen ein notwendiger Beweis ihrer Errettung sei, was vor allem im Umkehrschluss problematisch erscheint.

Erwählung und Vorherbestimmung, beides biblische Lehren, werden im Calvinismus stark betont. Calvinisten verstehen jedoch darunter, dass Auserwählung und Vorherbestimmung zur ERRETTUNG seien.

Wir erkennen ebenso die biblische Lehre von Erwählung und Vorherbestimmung, verstehen sie jedoch als Auserwählung zu den Aufgaben und Zielen Gottes, für die Erretteten, zur Heiligung und zum Dienst, besonders zur Umgestaltung in das Bild Christi.

Das System des Calvinismus selbst ist nur eine Folgerung, die aus bestimmten Bibelstellen gezogen wird. Es wird jedoch nicht direkt in der heiligen Schrift gelehrt. Wir stimmen diesem System nicht zu. Wir sind aber keine Arminianer oder glauben an Werksgerechtigkeit. Wir glauben an die Errettung aus Gnade durch Glauben in Christus allein, an die Souveränität Gottes und die Sündhaftigkeit des Menschen.

 

WIR GLAUBEN AN:

Entsprechend Gottes vorsehender Vorsorge (provision), sehen wir folgende biblische Wahrheiten, die sich in dem Akronym PROVIDE zusammenfassen lassen.

P – People Sin – Jeder Mensch sündigt: Das trennt uns alle von der Gemeinschaft mit dem heiligen Gott (1.Mos 3, 15-24; 6,5; Röm 3,23; 5,12; 6,23).

R – Responsible – Verantwortlich: Wir sind ver-antwortlich und daher antwort-fähig gegenüber Gottes Aufruf zur Versöhnung (5.Mos 30,11-19; Mt 23,37; Joh 5,40; 12,48; 20,31; 2.Kor 5,19-20).

O – Open Door – Offene Tür: Die Tür ist offen für alle, die im Glauben eintreten wollen. Wer auch immer will, kann in seine offenen Arme kommen (Mt 11,28; Joh 3,16; Röm 10,21; Eph 1,13; 1.Tim 2,4; 2.Pet 3,9).

V – Vicarious Atonement – Stellvertretendes Sühneopfer: Dieses gewährt einen Weg für jeden, um durch Christi Blut gerettet zu werden (Jes 53,1-12; Joh 12,32; Röm 4,5; 2.Kor 5,21; 1.Pet 3,18; 1.Joh 2,2).

I – Illuminating Grace – Erleuchtende Gnade: Gott wirkt durch den Geist der Wahrheit im Evangelium an den Menschen, sodass alle erkennen und im Glauben antworten können (Joh 1,9; 12,32; 16,8; Röm 1,16-2,16; 10,17; 11,32; 2.Kor 4,3-6; Tit 2,11).

D – Destroyed – Verurteilung und Verdammnis: Dies trifft alle, die im Unglauben und im Widerstand gegen den Heiligen Geist verharren (Mt, 7,13; 5,22; Joh 3,18; 12,48; Apg 7,51; Röm 4,5; 2.Thess 2,10).

E – Eternal Security – Ewige Sicherheit: Diese besteht für alle wahren Gläubigen (Joh 20,31; Röm 8,38-39; Eph 1,13-14; Phil 1,6; 3,12; Jud 24-25; Joh 10,23).

Wir glauben an Gottes Allwissenheit und Allmacht in seiner Schöpfung. Gott ist vollkommen souverän, da er mit Allwissenheit erschafft und in seiner Schöpfung interveniert, wie es ihm gefällt. Alles, was geschieht, war daher entweder von Gott her begründet oder zugelassen. Ganz praktisch bedeutet das für uns, dass unser Leben nicht determiniert ist. Unsere Gedanken, unsere Worte, unsere Handlungen sind sehr bedeutsam für Gott und Gott ist darin gerecht, uns dafür verantwortlich zu machen, da wir mit/in echter Freiheit handeln.

Denn die göttliche Anordnung hat nicht bestimmt, welche Wahl der Mensch zu treffen hat, sondern dass er frei sein soll, seine Wahl zu treffen. Wenn Gott es in seiner absoluten Freiheit für richtig hielt, dem Menschen eine beschränkte Freiheit zu gewähren, wer sollte ihn dann daran hindern oder sagen: »Was tust du?« Des Menschen Wille ist frei, weil Gott souverän ist. Ein Gott, der weniger souverän ist, könnte seine Geschöpfe nicht mit moralischer Freiheit ausstatten. Er würde sich davor fürchten.“ (A.W. Tozer, Das Wesen Gottes: Eigenschaften Gottes und ihre Bedeutung für das Glaubensleben).

Gott in seiner Souveränität kommt daher trotz dieser von ihm souverän gewirkten Freiheit in seiner Größe in allem zu seinem Ziel. Wir sehen Gottes Größe und Souveränität als wesentlich größer und herrlicher an, als bei der falschen Vorstellung eines Gottes, der jede Entscheidung, jedes Molekül und überhaupt alles, was auch immer geschieht, anordnet. Wir sehen genau darin große Widersprüche mit dem offenbarten Wesen Gottes aus der Schrift und unserer Verantwortung.

Die größte Verantwortung, die wir haben, ist daher unsere Reaktion auf die Offenbarung von Jesus Christus: ihn anzunehmen als Sohn Gottes, der für unsere Sünden gestorben, begraben und auferstanden ist, oder ihn abzulehnen.

Wie auch immer unsere Entscheidung ausfällt, nirgends in der Schrift wird gelehrt, dass Gott dabei unsere Entscheidung lenkt oder erzwingt. Gott lädt uns in seine Familie ein. Offenbarung 22,17: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!

 

  1. Die Wahlmöglichkeit (Entscheidungsfreiheit und Verantwortlichkeit) sündiger Menschen, zur Errettung

Wir glauben, dass Gottes Rettungstat am Kreuz und seine Einladung in der Kraft des Evangeliums es jedem Sünder ermöglicht, Buße zu tun und an diese Heilsbotschaft und den Heiland zu glauben, sofern er sich dazu entschließt.

Jeder Mensch hat aber auch die Freiheit, im Unglauben zu verharren, sich gegen Gottes Heil zu entscheiden, seine Rettung abzuweisen und dadurch unter dem Fluch der Sünde und dem damit verbundenen Urteil zu bleiben.

Wir glauben, dass jede Entscheidungsfreiheit, die der Mensch hat, im Einklang steht mit der Gnade Gottes, die er in der Errettung „jedem, der da will“ anbietet. Jede Entscheidungsfreiheit, die er hat, steht im Einklang mit dem souveränen Willen Gottes, der ihm das Vorrecht der Wahlfreiheit einräumt. Dies steht auch und vor allem in Einklang mit Gottes ewigem Wesen der Liebe, der den Menschen zu einer (freien) Liebesbeziehung in seinem Ebenbild als verantwortliches und mit Entscheidungsfreiheit ausgestattetes Wesen erschaffen hat. Die Entscheidung, die man fällt, ist jedoch in keinerlei Weise ein Verdienst, um errettet zu werden. Es ist das Eingeständnis, allein auf Gottes Gnade angewiesen zu sein.

Folgende Punkte sind zu beachten:

  1. Alle Menschen sind Sünder und erlangen nicht die Gerechtigkeit und Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten; wir alle bedürfen vollkommen der Erlösung. Nachdem wir tot sind in unseren Sünden, lautet die klassische calvinistische Folgerung „was kann ein toter Mann noch tun? Gar nichts.“ H.A. Ironside schreibt in „Except ye Repent“, „wenn man sagen würde, weil ein Sünder – ob Jude oder Heide – für Gott tot ist, könne er auch keine Buße tun, wäre das ein Missverständnis über die Bedeutung dieses Todes. Es ist nämlich ein juristischer und nicht ein tatsächlicher Tod… Er ist geistlich tot, da er von Gott getrennt ist. Aber tatsächlich ist er ein lebendiges, verantwortliches Geschöpf, das Gott als urteilsfähige Person anspricht“. Gott spricht „Kommt doch, wir wollen miteinander rechten!, spricht der HERR. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee; wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie weiß wie Wolle werden.“ (Jes 1,18). Wenn Gott sagt „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod“ (Röm 6,23), und dass das ewige Gericht im Feuersee „der zweite Tod“ (Offb 20,14) ist, spricht er nicht von einer fehlenden Verantwortlichkeit, sondern von Trennung. Geistlich tote Menschen, sind trotzdem verantwortlich, Gott Antwort zu geben. Wir glauben daher an die Verdorbenheit des Menschen, die diesen aber trotzdem total „ver-antwortlich“ lässt und zu einem entsprechenden Urteil führt. Er ist verantwortlich für seine Taten und seine ihm mögliche Antwort auf Gottes Heilsangebot. Eine Lehre von einer diesbezüglich totalen Unfähigkeit halten wir für nicht biblisch.
  2. Jesus weinte über eine Stadt, die ihn ablehnte und sagte „Ich wollte…aber ihr habt nicht gewollt“ (Lk 13,34, Mt 23,37). Als er weinte und schmerzlich diese Worte sprach, war dies keineswegs ein Widerspruch, als ob er genau wusste, dass es ihnen eigentlich aufgrund ihrer

Unfähigkeit unmöglich war, auf seinen Ruf zu antworteten und er ihnen selbst diese Reaktion überhaupt nicht ermöglichen würde. Vielmehr sagt er damit, dass sie hätten antworten können, sich jedoch geweigert haben.

  1. Wie kann ein menschliches Wesen moralisch vor Gott verantwortlich sein und völlig zurecht im Feuersee enden, wenn Gott es ihm gar nicht anders möglich gemacht hat und er gar nichts anderes tun konnte, als im Unglauben zu verharren. Wenn sein Wille in solcher Gebundenheit wäre, dass er nicht reagieren kann, dann könnte er ja nach dieser Logik gar nicht gehorchen.
  2. Gehorsam ist eine Angelegenheit des Willens. Das Wollen ist bei der Erlösung in der Glaubenshinwendung einbezogen. Erlösung ist für diejenigen, die dem Evangelium gehorchen und dadurch den Heiligen Geist erhalten (Apg 5,32 und Hebr 5,9). Das Gericht ist für diejenigen, die dem Evangelium nicht gehorchen (Röm 2,8; 10,16; 2.Thess 1,8). Daher werden sie auch „Kinder des Ungehorsams“ genannt und nicht Früchte der Unfähigkeit.

Zu beachten sind etwa folgende Verse:

2.Pet 3,9: „da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.“

1.Tim 2,4: „welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Joh 3,16f: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

Offb 22,17: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!

Weitere Hinweise sind u.a.: Mt 11,28, Röm 10,13, Tit 3,4ff, Joh 6,37; 12,32, 2.Kor 5,19 und andere Stellen.

Calvinisten deuten das Wort „Welt“, „Alle“, „Jeder“, „Wer immer“ und alle ähnlichen Ausdrücke so, dass damit nur die Erwählten gemeint sind. Wir glauben, dass Gott alle Menschen und auch die Sünder liebt, obwohl er die Sünde hasst. Calvinisten glauben jedoch, dass er nur die Auserwählten liebt, zumindest in der Art, dass er es ihnen allein möglich macht, durch Christus der ewigen Verdammnis zu entgehen.

 

  1. Gottes Auserwählung und die Vorherbestimmung der Gläubigen

Wir glauben, dass Gott alle Menschen retten will (2.Pet 3,9, 1.Tim 2,4) und nicht nur einige im Voraus Erwählte. Gleichzeitig glauben wir an das Konzept der Erwählung und Vorherbestimmung IN CHRISTUS, da dies in der Bibel gelehrt wird. Wir glauben nicht, dass Gott einige zur Errettung und andere zur Verdammnis auserwählt.

 

Die Frage ist, „Wozu sind wir erwählt oder wozu sind wir vorherbestimmt?“. Eine Untersuchung der Bibelstellen, in denen diese Ausdrücke vorkommen, ist hilfreich.

  1. A) AUSERWÄHLT oder ERWÄHLT

(„eklektos“ als Adjektiv, „ekloge“ als Substantiv, „eklegomai“ als Verb)
Die Bedeutung ist heraussuchen, wählen oder selektieren, besonders für eine Aufgabe oder Position. Die Frage ist, ob diese Auserwählung durch Gott, irgendjemandem die Kraft und den Willen wegnimmt, ihm nachzufolgen.

 

Der Ausdruck wird auf folgende Weise verwendet:

  1. Für Israel als Nation, das insgesamt erwählt ist, zum Dienst und für eine Rolle im Heilsplan Gottes, zur Hervorbringung des Messias, zum Segen der Völker (Apg 13,17; Röm 9,11; 11,28 vergl. Jes 45,4; 65,9.22; 5.Mo 7,7)
  2. Für Christus, den kommenden Messias, zu seinem Auftrag (Lk 9,35; 23,35; 1.Pet 2,4.6; Jes 42,1), der auch die Erfüllung der Erwählung Israels ist, zum Segen aller Nationen im Nachkommen Abrahams.
  3. Für Gläubige im Überrest Israels, als Gefäße der Barmherzigkeit (Röm 11,5.7)
  4. Für die Zwölf Apostel (Lk 6,13, Joh 13,18.15.16.19; Apg 1,2.24) – die im Übrigen auch Teil des Überrestes sind. Die Erwählung war zu einem Amt, zu einem Dienst und zu einer bestimmten Aufgabe und nicht zur Errettung. Sie bezog sich auf das Fruchtbringen (Joh 15,16). Dieser letzte Vers beinhaltet den Ausdruck, „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“, der sich auf die Zwölf bezieht und nicht allgemein auf Gläubige zur Errettung.
  5. Für den Dienst des Paulus (Apg 9,15; 22,14; 1.Kor 9,1.14)
  6. Für den Dienst der Engel unter Gott (1.Tim 5,21)
  7. Für Instrumente für den Gebrauch durch Gott (1.Kor 1, 26-28)

Überall geht es um eine Erwählung zum Dienst, zur Segnung, zu einem bestimmten Zweck und Auftrag.

Der deutlichste Gebrauch des Ausdrucks im NT bezieht sich auf die Gläubigen der Gemeinde Gottes. Sie werden einfach „Gottes Auserwählte“ genannt (Röm 8,33; Tit 1,1; 1.Thess 1,4; Kol 3,12; 2.Tim 2,10). Sie werden insgesamt als „auserwähltes Geschlecht“ (1.Pet 2,9) bezeichnet. Solche sind errettet und berufen, nicht nach ihren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns IN CHRISTUS Jesus vor ewigen Zeiten gegeben ist (2.Tim 1,9). Die Quelle ist daher die Gnade Gottes IN CHRISTUS, dem von Ewigkeit Erwählten. Auch hier ist die Erwählung eine zu einem Zweck, zu einer Aufgabe, zum Segen und zur Heiligung.

Der Schlüssel zum Verständnis des Konzeptes der Erwählung, wie er u.a. in Epheser 1 gebraucht wird, ist daher der Ausdruck „IN CHRISTUS“.

 

Wenn Paulus dort sagt, dass Gläubige vor der Grundlegung der Welt „in ihm“ erwählt wurden, meinte er nicht, dass die Gläubigen vorexistierten oder dass Gottes Heilsplan vorexistierte, obwohl dies wahr ist. Er meint, dass Christus vor der Erschaffung des Universums präexistierte und dass durch Gottes Erwählung des Christus (ER ist der Auserwählte) diejenigen, die zu ihm kommen würden, in der Person ihres Stellvertreters oder Erlösers erwählt wurden. Gott hat aus seiner großen Liebe diejenigen, die glauben, zur Sohnschaft bestimmt. Diese frei gegebene Liebe wird in V.5 betont. Dies geschieht nur durch Christus und nach Gottes Wohlgefallen. Paulus sagt: „wir wurden mit dieser Gnade begnadigt“ (V.6) IN dem Geliebten, IN Christus und um Gottes Lobpreis willen.

Das Konzept der Erwählung und der Vorherbestimmung hier ist ein gemeinschaftliches. Wenn jemand IN CHRISTUS ist, ist er auserwählt und vorherbestimmt. Paulus spricht nicht von der vorzeitlichen Wahl oder Erwählung einzelner Menschen außerhalb Christi, um in Christus zu kommen, sondern von der Erwählung Christi und von dem, was mit jenen geschehen soll, wer auch immer sie sein mögen, die IN CHRISTUS sind. Das Konzept unterscheidet sich hier nicht radikal vom Konzept der Erwählung Israels. Während der alttestamentlichen Ära war man als Israelit „IN Israel“, man war ein Teil des auserwählten Volkes Gottes, und wenn man keine solche Verbindung hatte, war man nicht erwählt. Einzelne Personen konnten auch nach ihrer Entscheidung „eingepfropft“ werden (siehe die Geschichte von Ruth).

Eine Person X (ein Israelit) ist nicht erwählt, Teil von Israel zu werden.

Sondern weil die Person X ein Teil von Israel ist, ist sie erwählt dazu beizutragen, Licht für die Völker zu sein, das Wort an die Nationen weiterzugeben, ein Segen für die Völker zu sein.

Es ist eine Erwählung zum Dienst, zu einer Rolle im Heilsplan Gottes!
So wie die Erwählung Israels keine zur Errettung war, ist auch die Erwählung IN CHRISTUS keine zur Errettung. Die Erwählung betrifft jene, die IN-CHRISTUS sind.

Eine Person Y (ein Gläubiger) ist nicht erwählt, IN-Christus zu kommen.

Sondern weil die Person Y IN-CHRISTUS ist, ist sie erwählt dazu, dass sie heilig und tadellos vor ihm sei in Liebe, gesegnet mit allen himmlischen Segnungen. Damit ist diese Erwählung aber um nichts unpersönlicher, hat sie doch viel mehr mit der Person des Erwählten zu tun, als im Calvinismus.

Erwählung geschieht zum Dienst, zu einer Rolle im Heilsplan Gottes, zu den himmlischen Segnungen und zur Heiligung (Eph 1,3-12).

Wenn Paulus davon spricht, wie ein Verlorener „IN Christus“ kommt, spricht er vom Predigen, Hören, Reagieren im Glauben, nicht von Gottes Vorwahl unserer Entscheidungen für uns. Dies geschieht daher auch in der Zeit (siehe Röm 16,7).

Wie kommt man also „IN CHRISTUS“? Durch Glauben!

 

 

 

Epheser 1,13-14: In ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eurer Errettung, gehört habt — in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist der Verheißung, der das Unterpfand unseres Erbes ist bis zur Erlösung des Eigentums, zum Lob seiner Herrlichkeit.

Diese Lehre von der gemeinschaftlichen Erwählung in Christus ist als Trost und Zuspruch für diejenigen gedacht, die bereits glauben und versichert ihnen, dass sie durch Gottes Gnade im Glauben das Ziel erreichen können und werden und dass sie mit allen himmlischen Segnungen gesegnet wurden.

Die Gläubigen, die Glieder des Leibes Christi, die Gemeinde, werden in Gottes allumfassenden Plan der Vollendung der Errettung durch die hier und in Kol 1,15-20 vorgestellte kosmische Christologie einschließlich der Vorexistenz Christi einbezogen.

 

Dieses Geheimnis, das die Gnade Gottes aufzeigt, durch die sowohl Juden als auch Heiden errettet werden, ist uns bekannt gemacht worden.

So kommt der Glaube aus der Predigt dieser Offenbarung, aber nur weil Gott seinen Plan in der Geschichte im Tod und der Auferstehung Jesu zur Vollendung gebracht hat.

In Christus wurde die Gute Nachricht vernommen, das Wort der Wahrheit über Gottes Plan, seinen guten Willen und seine Absicht. Es war auch „in ihm“, dass die Gläubigen glaubten und so „in ihm“ mit dem Siegel versiegelt wurden – dem verheißenen Heiligen Geist.

Wir erkennen auch, dass die Zahl derer, die Gott Antwort geben, geringer ist als die der Eingeladenen: „Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!“ (Mt 22,14). Diese Aussage schließt an das Gleichnis der königlichen Hochzeit an, zu der allgemein eingeladen wurde (Israel und dann die Nationen). Jedoch nur die, die sich (durch Glauben) in das Hochzeitskleid (die Gerechtigkeit Christi) kleideten, durften bleiben (jene sind erwählt „in IHM“). Es gibt keine Schriftstelle, die eine Auserwählung zur Verurteilung oder Verdammnis lehrt. Das Evangelium wird Menschen angeboten, die antworten können, wenn sie wollen und daher verantwortlich sind.

Zu beachten ist dabei Folgendes:

  1. Die Menschen werden zur Verantwortung gezogen (Röm 2,1-6, Offb 20,11-13, Mt 25,31ff).
  2. Diejenigen, die das Evangelium hören, sind verantwortlich (Joh 3,18; Lk 2,34; Apg 13,38-41; 2.Thess 1,7-10).
  3. Die Einladung im Evangelium wird an alle gerichtet und nicht nur an einige (Mt 28,19; Mk 16,15-16; Hes 3,18; 33,8).

 

 

 

 

Wie aufgezeigt, handelt es sich bei der Erwählung und der Vorherbestimmung derer die IN CHRISTUS sind, nicht um eine Erwählung zum Heil oder zur Verdammnis, sondern um eine zu den ewigen Zielen Gottes – mit seinen Auserwählten, denen, die zum Glauben und dadurch IN CHRISTUS gekommen sind. Diese hat er zum Dienst, zu einer Berufung, einem Zweck und zur Heiligung in dieser Welt erwählt (siehe auch Eph 4,1; Röm 8,28).

  1. VORHERBESTIMMUNG (proorizo)

So wie die Erwählung sich auf unsere Aufgabe bezieht, so kann man die Vorherbestimmung als das festgelegte Ziel für die Erwählten betrachten, wobei die Begriffe der Erwählung und der Vorherbestimmung in engem Zusammenhang zu sehen sind.

Vorherbestimmung wird daher oft im Zusammenhang mit der Auserwählung verwendet. Die Bedeutung ist, etwas vorher festlegen, abstecken oder vorbestimmen. W.E. Vine schlägt vor, dass dies andeuten soll „wozu die Subjekte, die er kennt, vorherbestimmt sind“. Die Frage ist: Vorherbestimmt WOZU? Geht es darum, dass die Ziele Gottes vorher abgesteckt sind oder um „einen unabänderlichen Ratschluss, wer errettet werden soll?“. Es geht um das Ziel, und das Ziel Gottes mit jedem Gläubigen ist: „Denn die er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, dem Ebenbild seines Sohnes gleichgestaltet zu werden“ (Röm 8,29).

Vorherbestimmt zur Sohnschaft für sich selbst durch Jesus Christus“ (Eph 1,5). „Sohnschaft“ ist ein anderer Ausdruck für die Wiedergeburt, aber auch ein Ausdruck aus der römischen Welt; man beschrieb dadurch, dass man in einer Familie zu einer vornehmen Stellung gekommen ist. Es ist daher damit vor allem die Vollendung der Sohnesstellung in der Herrlichkeit gemeint, die wir erwarten dürfen, nachdem wir den Geist der Sohnschaft empfangen haben (Röm 8,15). Röm 8,23: „sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes.

In ihm, in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, die wir vorherbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschluss seines Willens“ (Eph 1,11). Wir finden hier keine Aussage, dass Gott jede Person genau dazu vorherbestimmt hat, in allem nach seinen Wünschen zu handeln; vielmehr führt Gott seine ewigen Ziele IN CHRISTUS aus.

Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, die Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat“ (1.Kor 2,7). Der ewige Plan Gottes für uns.

 

  1. Christus starb für alle (allumfassendes und stellvertretendes Sühnewerk)

Wir glauben, dass das Werk Christi am Kreuz nicht auf das Heil einiger Weniger beschränkt ist, sondern für alle zugänglich ist. Dies wird klar in 1.Joh 2,2 bestätigt: „und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt.“. Sicher bedeutet das daher nicht: „gestorben für die zur Errettung Auserwählten“.

 

 

Weitere Verse:

Joh 3,16: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.“ Es gibt viele andere „jeder, der“ in der Schrift. Das bedeutet einfach jeder, und nicht nur die Auserwählten.

1.Tim 2,6: „…der sich selbst als Lösegeld für alle gegeben hat.“ „Alle“ bedeutet hier klar „alle Menschen“, für die wir beten sollen (Vers 1) – alle Menschen will er nämlich erretten.

1.Tim 4,10: „weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, der ein Retter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen.“ Gottes Gnade ist für alle zugänglich (Röm 11,32).

  1. Petrus 2,1: „Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter euch falsche Lehrer sein werden, die heimlich verderbliche Sekten einführen, indem sie sogar den Herrn, der sie erkauft hat, verleugnen; und sie werden ein schnelles Verderben über sich selbst bringen.

Jesus hat für alle den Tod geschmeckt (Hebr 2,9). Tit 2,11: „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen“.

2.Pet 3,9: „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.“

1.Tim 2,4: „Gott, unserem Retter, welcher will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.

Offb. 22,17: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!

Mt 11,28: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!

Röm 10,13: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden

2.Kor 5,19: „weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte

Wenn die Welt nur „die Auserwählten“ bedeuten würde, dann hätte Christus gar kein Interesse überhaupt nur zu versuchen, andere verlorene Sünder mit sich zu versöhnen.

Das Angebot an alle kann nicht wirksam werden, bis es durch Glauben angenommen wird. Eine Entschuldigung muss angenommen werden, um gültig zu sein. Ein Scheck muss eingelöst werden, um verwendet werden zu können. Ein Geschenk muss angenommen werden. Ein Seil muss erfasst werden, um zu entkommen. Das Blut des Passalammes musste an die Türpfosten der Israeliten angebracht werden, bevor es wirksam wurde (2.Mose 12,7-13). Auf die eherne Schlange musste man blicken, so wie man an den Menschensohn glauben muss, um das ewige Leben zu erlangen (4.Mos 21,9; Joh 3,14-15).

 

 

Alles in allem kann ein universelles und wohlwollendes Angebot der Errettung nicht gepredigt werden, wenn es kein allgemeines Angebot ist. Wenn das Heil allen angeboten wird, dann ist der Tod Christi der Grund für dieses Angebot. Generationen von Evangelisten und Missionaren haben das Angebot für den Einzelnen und für alle verkündigt. Keiner der Zuhörer wurde dabei aufgefordert, darüber nachzudenken, ob er zu den Auserwählten gehört.

 

  1. Der gnädige Ruf Gottes an alle Menschen und die freie Antwort im Glauben

Wir glauben, dass jede Person, wenn sie will, sich zu Gott zum Heil bekehren kann. Wir glauben sogar, dass Gott genau das von ihnen will. Wir glauben außerdem, dass dieselbe Person den Wunsch Gottes, sie zu retten, abweisen kann. Wir glauben nicht daran, dass irgendjemand göttlich zu einer Einladung, um errettet zu werden, programmiert oder gelenkt ist, so dass er gar nicht widerstehen kann oder will. Wie könnte so ein System Gott verherrlichen oder wie könnte gesagt werden, dass es irgendein Element enthält, das zu Christus hinzieht.

In der Einladung an eine sündenkranke Welt „wer da will, der komme“ oder „Kommt her zu mir“ liegt auch die Gnade enthalten, die es möglich macht, gerettet zu werden, wenn der Wille dazu vorhanden ist. Gott ist nicht parteiisch, aber er tut Gutes für Gute und Schlechte, für Gerechte und Ungerechte (Mt 5,45). Diese Gnade breitet er durch das überführende Wirken des Heiligen Geistes aus, obwohl die meisten nicht antworten (Joh 16,8-9) und dem Geist widerstreben können (Apg 7,51). Welchen Sinn sollte diese Überführung haben, wenn sie keine Reaktionsmöglichkeit darauf gewähren würde? Gott ruft mehr Personen, als wirklich darauf reagieren. Dadurch werden sie Erwählte (Mt 22,14). Jesus sagte: „Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.“ (Mt 9,13). Die meisten der Sünder Jerusalems, an die Jesus diese Worte richtete, reagierten nicht auf diesen Ruf, obwohl er dies ausdrücklich wollte. Dieser wahrhaftige Ruf an alle wird als Gnade bezeichnet. „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen“ (Tit 2,11).

Gott erleuchtet Sünder geistlich durch die geistgewirkte Offenbarung im Evangelium. Gottes Geist wirkt im Evangelium an den Menschen und ermöglicht dadurch erst eine Antwort. Ansonsten würde niemand gerettet werden; die Einladung ergeht aber an alle Sünder und nicht nur an einige wenige. Gott rettet durch seine Gnade, nicht aufgrund menschlicher Verdienste, sonst könnte niemand errettet werden. Jesu Gerechtigkeit und stellvertretendes Sühnewerk, Gottes Wort und sein Evangelium, Gottes Geist und Gottes Bereitstellung seiner erneuernden Kraft sind unabdingbar für die Errettung. Gott ergreift dabei vollumfänglich die Initiative, sein ewiger Heilsplan, sein Rettungswerk und das Wirken des Heiligen Geistes im Evangelium sind Voraussetzung und gehen jeder Antwort eines Menschen voraus (Joh 12,32). Ansonsten würde niemand errettet werden. Das alles geschieht durch Gottes souveränes Wollen, indem er alles nach seinem Willen gestaltet; dabei ist die Art, wie er in seinem Tun vorgeht, inbegriffen. Es ist unnötig, die „Souveränität Gottes“, an die wir glauben, zu einem Determinismus auszudehnen, bei dem alle menschliche Antwort oder sogar die Möglichkeit dazu, ausgeschlossen wird. Viele Schriftstellen zeigen, wie Gott verlorene Sünder warnt:

 

 

„Sucht den HERRN, solange er zu finden ist“ und wie er sie vor den Folgen warnt, wenn sie es nicht tun. Er rechtet oft mit Sündern, da er gnädig ist.

Calvinisten glauben, dass Gott sich vorgenommen hat, nur eine bestimmte Zahl von Menschen zu retten, die er unwiderstehlich zu dem auserwählten Zweck ruft, den er sich vorgenommen hat. Die Menschen sind auf einem göttlich vorherbestimmten Weg und daher eigentlich programmierte menschliche „Roboter“. Dies wird dann als „souveräne Gnade“ bezeichnet. Wenn jemand diesen extremen Anschauungen widerspricht, wird gesagt, man würde nicht an die Gnade glauben oder an die freie Gnade oder an die souveräne Gnade.

Zuerst zur Wahrheit der Berufung Gottes. Sicher stimmt es, dass Gott Sünder zu Christus ruft, zieht und an ihnen durch den Geist die Wiedergeburt vollzieht und sie „in Christus“ zu ihrem ewigen Ziel bringen wird. Dennoch glaubt ein Calvinist, dass Gott nur einigen wenigen einen „Inneren oder wirksamen Ruf“ gibt. Nur die, denen Gott den „inneren Ruf“ durch seinen Geist gibt, können gerettet werden. Es ist jedoch falsch, hier von zwei verschiedenen „Rufen“ zu sprechen, wenn die Schrift von einem Ruf, von einer echten Einladung Gottes an alle Menschen spricht (2.Kor 5,20).

Dann zur Wahrheit der rettenden Gnade. Calvinisten sagen uns auch hier, dass es zwei Arten von Gnade gibt: Eine allgemeine und eine wirksame. Allgemeine Gnade sei die unverdiente Gunst Gottes für alle Menschen, aber bringe keine Errettung. Wirksame (besondere) Gnade bringe die Menschen dazu, an den Herrn Jesus zur Errettung zu glauben. Die Bibel sagt, dass Gnade wirklich Gnade ist, eine unverdiente Gunst Gottes, ohne solche Unterscheidungen, wie sie oben gemacht wurden. Es gibt keinen Hinweis, dass es eine Art von Gnade für die Allgemeinheit gibt, und eine andere Art für nur einige wenige Erwählte.

Calvinisten denken, dass die Menschen für die allgemeine Gnade dankbar sein sollten und nicht danach fragen sollten, warum ihnen nicht die Möglichkeit im Sinne der Gnade, die ihnen Errettung bringen würde, gegeben wird. Calvinisten sagen z.B., dass jeder Mensch, auch wenn er keine besondere Gnade erfährt, zumindest an einigen Aspekten der allgemeinen Gnade Teil hat. Obwohl die allgemeine Gnade nicht ausreichend zur Errettung ist, reicht sie doch aus, um Wahrheiten über den lebendigen und wahren Gott zu offenbaren. Und das ist ausreichend zur Verurteilung. Das heißt im Endergebnis, dass Gott beschlossen hat, allen Menschen genug Gnade zu geben, um sie zu verdammen, nicht aber um sie zu erretten. Der Einwand der Ungerechtigkeit liegt auf der Hand. Wenn die wirksame Gnade für die Errettung notwendig ist und nur Gott diese geben kann, dann kann uns Gott nicht dafür verantwortlich machen, wenn wir den Heiland ablehnen. Die calvinistische Antwort darauf lautet für gewöhnlich: Kein Mensch hat einen Anspruch auf Gottes Gnade. Das ist richtig, aber trotzdem werden wir für unseren Unglauben zur Verantwortung gezogen (Joh. 3,18; 2.Thess 1,8). Warum? Weil Gott allen Menschen gegenüber Gnade zeigen möchte. Im Übrigen, die Tatsache, dass Gott nicht verpflichtet ist, allen Menschen gegenüber gnädig zu sein, lässt sein Gnadenangebot gerade so überaus gütig und herrlich erstrahlen. Dass Gott etwas tut, wozu er nicht verpflichtet ist, aus keinem anderen Grund, als dass er sich wünscht, allen gegenüber gnädig zu sein, ist überaus herrlich. Jesus, als der „Barmherzige Samariter“ zeigt uns, dass Gottes Barmherzigkeit nicht an den Hilflosen vorübergeht, auch wenn er dazu nicht verpflichtet ist.

 

Ein Vorübergehen Gottes an den Hilflosen, ohne jede Möglichkeit und ohne jedes Angebot der Hilfe, steht weder im Einklang mit Gottes Wesen nach der Schrift, noch erkennen wir darin eine Form göttlicher Verherrlichung.

Gott verherrlicht sich in seiner aufopfernden LIEBE, einer Liebe, die bereits vor der Schöpfung in seinem ewigen Wesen begründet ist und die sich in Jesus und dem für alle zugänglichen Kreuz am deutlichsten zeigt sowie in den Zielen, die er mit denen verfolgt, die zum Kreuz kommen und durch Glauben „IN CHRISTUS“ sind.

Deshalb weinte unser Herr Jesus, als er die Stadt Jerusalem verlassen hatte, über die Bewohner, die ihn abgelehnt hatten. Er weinte um sie und sagte „Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken unter die Flügel sammelt, aber ihr habt nicht gewollt!“ (Mt 23,37; Lk 13,34).

Die Errettung ist allein Gottes Geschenk: Eph 2,8-9: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ „Durch den Glauben“ ist der erklärende Einschub in der Beschreibung des Kanals des Glaubens. Die Errettung wurde durch Gnade bewirkt und durch Glauben angewendet (Gal 3,22). Die geistliche Wiedergeburt folgt daher auch dem Glauben. Gottes vollständiges Rettungswerk, nicht aber der Glaube an sich, ist ein von uns unabhängiges Geschenk. Die Möglichkeit zum Glauben, zur glaubenden Annahme und Inanspruchnahme der Errettung, ist Geschenk Gottes, wir sind jedoch aufgerufen „durch den Glauben“ „Ja!“ dazu zu sagen.

Das Rettungswerk Gottes ist daher monergistisch, allein aus dem Wirken Gottes. Der Glaube ist kein verdienstvolles Werk, durch das wir unsere Erlösung erwirken oder daran mit-wirken (synergistisch).

Der Glaube bewirkt daher auch nicht unsere Rettung und Wiedergeburt, da er kein Verdienst ist. Es liegt allein an Gottes gnädiger Entscheidung, den Glaubenden zu retten. Gottes Gnade allein ist daher die einzige Ursache unserer Rettung. Der Glaube ist der alleinige Zugangspunkt zur Gnade. Römer 5,1-2: „Da wir nun aus Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir im Glauben auch Zugang erlangt haben zu der Gnade, in der wir stehen, und wir rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.

Es liegt kein Verdienst in den leeren Händen mit dem der Sünder das Geschenk der Errettung annimmt.

Zur Wahrheit des rettenden Glaubens halten wir daher fest, dass dieser kein Verdienst ist und uns daher kein Ruhm ist. Der Glaube ist per Definition das Gegenteil von Werken der Gerechtigkeit. Er wird in der gesamten Heiligen Schrift zu Werksgerechtigkeit (Gesetzesgerechtigkeit) kontrastiert.

Gerechtigkeit durch Werke: Röm 3,10-11: „wie geschrieben steht: „Da ist kein Gerechter, auch nicht einer; da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der Gott sucht.

 

 

Gerechtigkeit durch Glauben: Röm 3,20-24: „Darum: aus Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durch Gesetz [kommt] Erkenntnis der Sünde. Jetzt aber ist ohne Gesetz Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesus Christus für alle, die glauben. Denn es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.

Die Werksgerechtigkeit beruft sich auf die eigenen Werke zur Erlangung der Gerechtigkeit und Erlösung.

Der Glaube beruft sich auf das Werk Jesu zur Erlangung der Gerechtigkeit und Erlösung.

Es geht also um die Frage, auf welchem Weg man nach Gerechtigkeit strebt.

Die Werksgerechtigkeit vertraut auf sich selbst.

Der rettende Glaube vertraut (glaubt) Jesus. Glaube hat daher per se nichts mit einem selbst zu tun, als würde man (tautologisch) an seine eigene Glaubensstärke glauben.

Diese Stelle zeigt auf, dass Gesetzeswerke das GEGENTEIL von Glauben sind!

Röm 3. 27-31: „Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist ausgeschlossen. Durch was für ein Gesetz? Der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens. Denn wir urteilen, daß [der] Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke. Oder ist [Gott] der Gott der Juden allein? Nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen. Denn Gott ist einer. Er wird die Beschneidung aus Glauben und das Unbeschnittensein durch den Glauben rechtfertigen. Heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Sondern wir bestätigen das Gesetz.

Röm 4,1-5: „Was wollen wir denn sagen, daß Abraham, unser Vater nach dem Fleisch, gefunden habe? Denn wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, so hat er etwas zum Rühmen, aber nicht vor Gott. Denn was sagt die Schrift? “Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.“ Dem aber, der Werke tut, wird der Lohn nicht angerechnet nach Gnade, sondern nach Schuldigkeit. Dem dagegen, der nicht Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur Gerechtigkeit gerechnet

Röm 4,13;16: „Denn nicht durch Gesetz wurde Abraham oder seiner Nachkommenschaft die Verheißung zuteil, daß er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch Glaubensgerechtigkeit. Darum ist es aus Glauben, daß es nach Gnade [gehe], damit die Verheißung der ganzen Nachkommenschaft sicher sei, nicht allein der vom Gesetz, sondern auch der vom Glauben Abrahams, der unser aller Vater ist

Röm 9,30-33: „Was wollen wir nun sagen? Daß die Nationen, die nicht nach Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, eine Gerechtigkeit aber, die aus Glauben ist; Israel aber, das einem Gesetz der Gerechtigkeit nachstrebte, ist nicht zum Gesetz gelangt. Warum? Weil es nicht aus Glauben, sondern als aus Werken [geschah].

 

Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes, wie geschrieben steht: “Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses, und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.

Das Streben nach Gerechtigkeit aus Glauben ist kein Werk. Daher ist das Ziel des Gesetzes auch Jesus – im Glauben. Und nicht ein neues Werk – eine Art „Glaubenswerk“, auf das wir uns berufen könnten.

Glaube ist daher zwar in gewisser Weise die richtige Folge des Gesetzes oder Grundlage des Gesetzes (Mt 23,23), aber kein Gesetzeswerk, kein verdienstvolles Werk. Auch das Volk Israel hat erkennen müssen, dass das Gesetz zum Glauben, letztendlich in der Offenbarung des Christus, führen soll.

Röm 10,4-13: „Denn das Endziel des Gesetzes ist Christus, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit. Denn Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: “Der Mensch, der diese Dinge getan hat, wird durch sie leben.“ Die Gerechtigkeit aus Glauben aber sagt so: Sprich nicht in deinem Herzen: “Wer wird in den Himmel hinaufsteigen?“ das ist: Christus herabführen; oder: “Wer wird in den Abgrund hinabsteigen?“ das ist: Christus aus den Toten heraufführen. Sondern was sagt sie? “Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen.“ Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen, daß, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. Denn die Schrift sagt: “Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.“ Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn er ist Herr über alle, und er ist reich für alle, die ihn anrufen; „denn jeder, der den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden.

Gal 4, 16: „aber [da] wir wissen, daß der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Christus Jesus, haben wir auch an Christus Jesus geglaubt, damit wir aus Glauben an Christus gerechtfertigt werden und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird.

Zusätzlich muss noch angeführt werden, dass auch wenn der Glaube als etwas „Gutes“ aus Gottes Sicht angesehen werden kann – weil Gott sich diese Antwort auf sein Angebot der Gnade wünscht, dies kein Beitrag zur Erlösung ist. Es ist kein Werk der Gerechtigkeit! Das Erlösungswerk basiert allein auf dem Werk Jesu.

Genauso ist die richtige Antwort auf Gottes Ruf, sich selbst zu demütigen – also die entsprechende Buße (Umkehr) in Demut kein Teil des Erlösungswerks. Diese Antwort ist nur die aufrichtige Inanspruchnahme des Erlösungswerks Jesu rein aus Gnade.

 

5.Die ewige Sicherheit des Gläubigen

Wir glauben, dass alle wiedergeborenen Gläubigen – jedoch nicht diejenigen, die dies nur vorgeben – im Besitz „ewiger Errettung“ sind.

 

Sie sind „in Christus“, mit dem Heiligen Geist versiegelt (Eph 1,13), „für den Tag der Erlösung“ (Eph 4,30). Sie werden durch die Kraft Gottes bewahrt und können nicht aus seiner Hand gerissen werden oder wieder herausfallen (Joh 10,27-29). Sie sind für immer errettet und werden durch die Fürbitten des Herrn Jesus bewahrt (Heb. 7,25). Sie sind in die Familie Gottes „hineingeboren“ und können nicht zu Ungeborenen gemacht werden. Wir glauben nicht an die „ewige Sicherheit des Bekenntnisses“ oder dass jeder, der gebetet hat oder eine „Entscheidung für Christus“ getroffen hat, unbedingt errettet sein muss. Es gibt falsche Bekenner, Unkraut unter dem Weizen, „Wolken ohne Wasser“, die nicht den Geist haben (Judas 19), die von Christus an einem zukünftigen Tag zurückgewiesen werden (Mat 7,21-23). Wir glauben, dass die Errettung ewig ist, da der Mensch sich willentlich dafür entscheiden kann, in einen unumkehrbaren Prozess der Wiedergeburt, durch Glauben in der Annahme Gottes, ganz und für immer Kind Gottes zu werden.

Ein Kind Gottes kann nach der Wiedergeburt nicht mehr „nicht geboren sein“ nicht mehr „kein Kind“ sein. Das ewige Leben kommt auch aus der Einpflanzung eines unvergänglichen Samens (1.Petr 1,23). Und das Urteil des letzten Richters ist unumstößlich. Man kann vom Brot des Himmels essen und dies nicht mehr umkehren.

Nichts kann uns mehr von ihm trennen, auch ich selbst nicht. „und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.“ (Joh 10,28).

Viele scheinen jedoch an eine „ewige Sicherheit des äußerlichen Bekenntnisses“ zu glauben, was jedoch keine biblische Grundlage hat. Allein die Tatsache, dass jemand verstandesmäßig den biblischen Tatsachen im Evangelium zustimmt oder ein äußerliches Bekenntnis ablegt, ist kein Beweis für rettenden Glauben.

Auch auf die falsche Lehre des Antinomismus ist in diesem Zusammenhang hinzuweisen. Es ist eine überspitzte Gegenüberstellung von Glauben und Werken, wobei der Glaube so stark und einseitig betont wird, dass Werke ihren bestätigenden Stellenwert im Leben der Gläubigen verlieren und in den Werken etwas grundlegend Falsches oder Schlechtes gesehen wird. Unter bestätigendem Stellenwert wird ein verändertes Leben oder gute Werke als Frucht echter Errettung verstanden und nicht als Ursache, die diese bewirken soll (Eph 2,10; Tit 3,8; Jak 2,14ff).

Wichtig ist allerdings auch zu erkennen, dass Früchte vor allem für andere einen Beweis darstellen: „… durch ihre Früchte werdet ihr sie erkennen“. Ein wahrer Empfänger von Gottes Gnade im Evangelium braucht jedoch nicht zu warten, bis sich Frucht in seinem Leben entwickelt, um Sicherheit zu haben, dass er gerettet ist. Gottes Zuspruch selbst ist der grundlegende Beweis: „Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben“ (Joh 1,12). Diese Gewissheit kommt letztlich durch den Geist Gottes selbst (Röm 8,15). Wir sollen unseren Glauben prüfen, müssen aber nicht erst „herausfinden“, ob wir zu den Erwählten gehören oder nicht.

 

 

Schluss

Unabhängig von der hier von uns zum Ausdruck gebrachten biblischen Überzeugung wollen wir zum Schluss das Leben und den auf anderen Gebieten wertvollen Lehrbeitrag vieler calvinistischer Lehrer und ihrer Nachfolger würdigen. Wir würden nicht für einen Augenblick an ihrer persönlichen Frömmigkeit zweifeln oder ihren Beitrag für die Gemeinden mindern wollen. Auf den unterschiedlichen Seiten dieser strittigen Fragen muss es Respekt für die Ernsthaftigkeit der Nachfolge der jeweils anderen geben.

Wir sind aber überzeugt, dass das wahre Wesen Gottes nach seiner Offenbarung in der Schrift, in der hier vertretenen klassischen (traditionellen) evangelikalen Lehre von der Errettung durchscheint und eine Frohe Botschaft für alle Menschen ist.

Aus diesem Grund sind wir wahrhaftig aufgerufen, die Frohe Botschaft auch allen Menschen zu verkünden. „So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott!“ (2.Kor 5,20).

Die Ältesten der Evangelikal-freikirchlichen Gemeinde Graz, Falkenhofgasse im März 2021

 

[1] Dieser Stellungnahme liegt eine Ausarbeitung der Fairhaven Bible Chapel, San Leandro, zugrunde. Sie wurde überarbeitet und erweitert. Bei einigen Zitaten fehlen die konkreten Quellenangaben, weil der Text ursprünglich nicht als Veröffentlichung gedacht war. Für Hinweise sind wir dankbar.