Eine brüderliche Antwort auf Johannes Pflaums Zwischenruf „Das Zeloten-Syndrom“ / Georg Walter

26. November 2020

Eine brüderliche Antwort auf Johannes Pflaums Zwischenruf „Das Zeloten-Syndrom“

Georg Walter

 

VORBEMERKUNG: Johannes Pflaum veröffentlichte in der Zeitschrift fest und treu (Ausgabe 2/20) einen Artikel unter dem Titel Das „Zeloten-Syndrom“ und die bibeltreue Bewegung – Ein Zwischenruf.[1] Darin beklagte er unnötige Grabenkämpfe, vorschnelles Schubladisieren und Etikettieren sowie Diskussionen in der Internetarena vor aller Öffentlichkeit. Es entstand jedoch bei mir sowie anderen Brüdern der Eindruck, dass der Artikel von Johannes Pflaum einseitig ist und die Kritiker des calvinistischen Lehrsystems pauschal in ein schlechtes Licht rückt. Aus diesem Grund verfasste ich die nachfolgende Antwort.

Ich möchte betonen, dass ich Johannes Pflaum als Bruder sehr schätze. Er hat als erster meine Antwort erhalten, woraufhin wir ein längeres persönliches Gespräch führten. Nach wie vor ist unser Verhältnis von gegenseitigem Respekt geprägt, wenngleich wir in theologischen Fragen teilweise unterschiedliche Auffassungen vertreten.

Ich hoffe mit meiner Antwort, mehr Ausgewogenheit in eine Debatte zu bringen, die nach meinem Eindruck von beiden Seiten nicht immer in der gebührenden Demut geführt wird.

Als ich mich vor zehn Jahren intensiver mit dem Thema Calvinismus zu beschäftigen begann, las ich als einführende Literatur zwei Bücher aus der jeweilig entgegengesetzten theologischen Tradition: das Buch For Calvinism (Pro Calvinismus) des reformierten Theologen Michael Horton und das Buch Against Calvinism (Contra Calvinismus) des evangelikalen Arminianers Roger E. Olson. Horton und Olson waren zum Zeitpunkt der Publikation ihrer beiden Bücher seit zwanzig Jahren freundschaftlich verbunden, obgleich sie sich in ihren theologischen Grundüberzeugungen auf Gegenpolen bewegen. Das Besondere an beiden Büchern ist, dass die beiden Verfasser das Vorwort zu dem Buch des jeweils anderen Autors verfassten.

So schreibt der Arminianer Roger über seinen calvinistischen Freund Michael: „Mike ist ein wahrer Gelehrter und ein christlicher Gentleman – und dieses Buch zeigt dies. Seine Darlegung und Verteidigung des Calvinismus ist kompromisslos, ohne Arroganz oder Feindseligkeit gegenüber jenen, die seine Auffassung nicht teilen.“[2] Über das Buch Hortons schreibt er weiter wohlmeinend: „Es ist informativ, engagiert, klar und selbstkritisch. Es ist ein hilfreicher Beitrag für die anhaltenden Diskussionen und die Debatte über Gottes Souveränität unter Evangelikalen.“[3] Gleichwohl gibt Olson offen zu bedenken: „Meine grundlegende Kritik an dem Calvinismus, den Mike vertritt und verteidigt, ist … seine Widersprüchlichkeit. … Ich habe die Sorge, dass diese Theologie die Güte von Gottes Wesen untergräbt.“[4]

Im Gegenzug schrieb der Calvinist Michael über seinen arminianischen Freund Roger: „Roger Olsons Buch Against Calvinism ist eine zeitgemäße Darstellung und Verteidigungsschrift über den evangelikalen Arminianismus, die es nicht nur verdient, von Nicht-Arminianern sorgfältig und wohlwollend gelesen zu werden, sondern die von ihnen gelesen werden muss.“[5] Des Weiteren heißt es in dem Vorwort von Michael Horton: „Ich bin Roger dankbar für die Offenheit, Leidenschaft und kenntnisreiche Argumentation, die dieses Buch beinhaltet. Am Ende sind Roger und ich uns in diesem wichtigen Punkt einig: nämlich, dass der entscheidende Punkt in dieser und anderen Debatten ist, sich am Maßstab der Schrift zu orientieren. Wir beide glauben, dass die Schrift genugsam ist …“[6] Horton pflichtet in seinem Vorwort Olson ferner bei, dass er Recht hat, „wenn er sagt, dass es zunehmend schwieriger wird, zu wissen, was die Bezeichnung ,reformiert‘  heute tatsächlich bedeutet.“[7] Hortons Kritik an der evangelikal-arminianischen Sichtweise Olsons ist diese: „Ich denke, dass Roger, sofern er den Arminianismus logisch zu Ende denkt, weiterhin verneinen sollte, dass die Errettung gänzlich aus der Gnade Gottes ist.“[8]

 

Mehr Hitze als Licht

Der Calvinist Michael Horton beanstandet demnach an den Vertretern des evangelikalen Arminianismus, zu anthropozentrisch zu denken und die menschliche Verantwortung zu sehr zu betonen, während der evangelikale Arminianer Roger E. Olson gegen die calvinistische Lehre einwendet, sie begrenze Gottes Güte und Liebe und rücke die göttliche Souveränität zu sehr in den Mittelpunkt. Bedauerlicherweise, so Horton, wird allzu oft in beiden theologischen Lagern mit Übertreibungen und Vereinfachungen argumentiert, die allenfalls nur noch Karikaturen der jeweiligen Theologie sind. Selbstkritisch schreibt Horton hinsichtlich übertriebener Darstellungen über den Arminianismus: „… Calvinisten sollten Warmherzigkeit für Arminianer hegen, wenn diese fälschlicherweise angegriffen werden, als ,Pelagianer‘[9] die Gnade zugunsten einer Werkgerechtigkeit zu leugnen. Keiner von uns ist immun, was die Versuchung falscher Anschuldigungen angeht, aber Roger und ich stimmen überein, dass es in der gegenwärtigen calvinistisch-arminianischen Debatten mehr Hitze als Licht gibt.“[10]

Die lange Freundschaft zwischen dem Calvinisten Michael Horton und dem evangelikalen Arminianer Roger E. Olson wurde von vielen konstruktiven Gesprächen über ihre unterschiedlichen theologischen Auffassungen befruchtet. Roger E. Olson kommt zu dem Schluss: „Ich denke, ich habe ihn [Michael] beeinflusst (ein besseres Verständnis über den Arminianismus zu erlangen), und ich weiß, dass er mich beeinflusst hat – ein besseres Verständnis über den Calvinismus und die Calvinisten zu erlangen.“[11]

 

Die Wurzeln der theologischen Denkrichtungen

Die Wurzeln des Calvinismus wie des Arminianismus gehen auf die Reformation zurück. Die Vertreter beider Denkrichtungen konnten vor 500 Jahren die Glaubenseinheit nicht herstellen. Martin Heckel blickt auf die Situation vor 500 Jahren zurück und analysiert treffend: „Das Verhältnis der Lutheraner zu den Calvinisten gestaltete sich in der Analogie zu dem Muster, das sich seinerzeit zwischen den Katholiken und Lutheranern entwickelt hatte: Der Einheits- und Wahrheitsanspruch des evangelischen Bekenntnisses wurde nicht aufgegeben, aber die Augsburgische Konfession wurde nunmehr in tiefer Spaltung ihres Sinnverständnisses von den Lutheranern und Calvinisten verschieden interpretiert, diese Spaltung jedoch nach außen verschleiernd dissimuliert. Der Bekenntnisstreit wurde dem Kaiser gegenüber als innerkirchlicher Lehrkonflikt der Evangelischen und als vorrübergehende Krise ausgegeben, ihre Einheit im gemeinsamen reformatorischen Ursprung betont und die Erneuerung dieser Einheit als gemeinsames Ziel beschworen. So wurde die Einigung über die derzeit unlösbaren Differenzen auf die Zukunft vertagt, in der sich dann die Einigungsbemühungen verloren …“[12]

Auch heute, über 500 Jahre nach der Reformation, ist die Einheit des Glaubens in Lehrfragen zwischen Lutheranern und Calvinisten der Hochkirchen ebenso wenig hergestellt wie zwischen diesen theologischen Denkrichtungen innerhalb des Evangelikalismus. Es ist eine Utopie zu meinen, dass der noch immer schwelende dogmatische Streit unter Evangelikalen in dieser Generation gelöst werden wird. Könnte es aber sein, dass trotz der Lehrunterschiede zwischen calvinistischen und nichtcalvinistischen Evangelikalen ein besseres Verständnis füreinander und ein Zugehen aufeinander möglich wird? Mit anderen Worten, könnten aus Lehrkonflikten bloße Lehrunterschiede werden? Vermögen die jeweils theologisch Andersdenkenden zu einer Haltung kommen, die dem anderen die eigenen Lehrauffassungen nicht aufzwingen und konträre Lehrauffassungen stehen lassen können? Ich meine ja, sofern alle bereit sind, ein geistliches Verständnis der jeweils anderen Position in brüderlicher Weise anzustreben, wie es Johannes Pflaum fordert.

 

Das „Balken-Syndrom“

Johannes Pflaum, den ich sehr schätze, verfasste einen Artikel mit dem Titel Das „Zeloten-Syndrom“ und die bibeltreue Bewegung. Dennoch möchte ich zu bedenken geben, dass dieser Artikel eine Reihe von Schwächen und Einseitigkeiten aufweist – den vielzitierten Balken im eigenen Auge (Mt 7,3). Der Verweis Pflaums auf die Gefahr der „Internetarena,“ die „der geistlichen Verständigung nicht dient,“[13] stimmt in gewisser Weise, blendet aber aus, dass schließlich auch Calvinisten das Internet nutzen, um ihre Lehren zu verbreiten und zu verteidigen – und auch der Artikel von Johannes Pflaum mit seiner Kritik an der Calvinismus-Kritik ist schließlich im Internet abrufbar. Es sollte nicht vergessen oder übersehen werden, dass das Internet von beiden theologischen Lagern genutzt wird, um ihre Positionen zu vertreten. Ein direktes Zugehen auf theologisch Andersdenkende oder der Versuch, eine geistliche Verständigung herzustellen, bleibt in diesem Zuge somit vielfach auch von calvinistischer Seite aus.

Der Vorwurf an die Kritiker des Calvinismus, sie würden spalterisch wirken und durch unnötige Kämpfe die bibeltreue Bewegung schwächen, ist aus meiner Sicht unausgewogen und könnte umgehend ebenso an viele Calvinisten gerichtet werden. Ich erinnere nur an die Kontroverse unter den Südlichen Baptisten in den USA in Bezug auf die calvinistische Soteriologie (Lehre vom Heil). Um den innerbaptistischen Streit in dieser Frage zwischen calvinistisch geprägten (eine Minderheit von ca. 30 %) und nicht-calvinistisch orientierten Baptisten zu schlichten und eine Spaltung abzuwenden, wurde im Jahre 2012 das Statement of the Traditional Southern Baptist Understanding of God’s Part in Salvation (Erklärung der Südlichen Baptisten über das traditionelle Verständnis von Gottes Anteil an der Errettung) verabschiedet und von mehr als 650 Südlichen Baptisten, einschließlich sechs ehemaliger Präsidenten und zwei Präsidenten eines Seminars der Südlichen Baptisten, unterzeichnet. Das Dokument vertritt übrigens eine nicht-calvinistische Sichtweise der Errettung.

Selbst in den eigenen Reihen erhob der renommierte Calvinist John MacArthur immer wieder kritisch seine Stimme, um auf Fehlentwicklungen des sog. Neuen Calvinismus aufmerksam zu machen. Dass nun alle kritischen Stimmen um der Einheit willen verstummen sollen, würde aber fairerweise voraussetzen, dass auch alle calvinistischen Stimmen schweigen. Und auch die allgemeine Etikettierung ohne Differenzierung, wie sie zu Recht von Johannes Pflaum kritisiert wird, beobachte ich auf beiden Seiten der theologischen Lager. Michael Horton hat diesen Missstand in seinem Vorwort mehr als deutlich benannt – ein Hinweis an das eigene theologische Lager, den Balken im eigenen Auge nicht zu übersehen.

Es scheint mir ferner sehr spekulativ, weil nicht beweisbar, wenn Johannes Pflaum behauptet, dass die theologische Kontroverse zwischen dem Calvinisten Whitefield und dem Arminianer Wesley „eine dämpfende Auswirkung auf die damalige Erweckung“ gehabt habe.[14] Eine solche Aussage lässt sich weder theologisch noch kirchengeschichtlich erhärten. Vielleicht hat das Ringen um die Wahrheit das Feuer der Erweckung sogar länger brennen lassen. Diese Aussage ist jedenfalls ebenso eine Spekulation wie die von Johannes Pflaum. Wir wissen es einfach nicht!

Das Urteil darüber, inwiefern die geistliche Erweckung durch das Verhalten dieser und anderer Brüder gehemmt oder gefördert wurde, steht letztlich nur Gott zu und wird im Preisgericht entschieden, wo die verborgenen Motive der Herzen ans Licht kommen werden. Wenn Gottes Souveränität durch menschliches Handeln nicht beschnitten werden kann, wie Calvinisten beharrlich betonen, dann ist der Gedanke, das menschliche Versagen Wesleys habe den souveränen Ratschluss Gottes aufhalten können, aus calvinistischer Sicht in sich nicht stimmig. Das wäre eher arminianisches Denken – verwunderlich dies aus der Feder von Johannes Pflaum zu lesen, der Dozent am calvinistischen EBTC ist.

Dass George Whitefield gänzlich untadelig als Friedensstifter aus der Kontroverse zwischen ihm und John Wesley hervorging, ist historisch nur die halbe Wahrheit. John Wesley schreibt am 28. März 1741: „Er [Whitefield] sagte mir, dass er und ich zwei unterschiedliche Arten von Evangelium verkündigen; und aus diesem Grund würde er sich mit mir nicht eins machen oder mir die rechte Hand der Gemeinschaft reichen, sondern er war entschlossen, öffentlich gegen mich und meinen Bruder [Charles Wesley] zu predigen, wo immer er auch predigte. Mr. Hall (der mich begleitete) erinnerte ihn an sein Versprechen, das er nur einige Tage zuvor gemacht hatte, dass er, was auch immer seine private Überzeugung sei, niemals öffentlich gegen uns predigen würde. Er erwiderte, dies sei nur die Folge menschlicher Schwachheit gewesen, und er habe nun seine Meinung geändert.“[15]

Um der Ausgewogenheit willen sei an dieser Stelle erwähnt, dass auch John Wesley sich nicht unbedingt vorbildlich verhalten hatte. Er verfasste nämlich ein Pamphlet gegen die Lehre der Prädestination und publizierte diese Schrift mit großem Erfolg in den USA, wo Whitefield vor einer breiten Zuhörerschaft predigte. Damit goss er Öl in das Feuer der anhaltenden Debatte. Sowohl Wesley als auch Whitefield, wie viele vor ihnen und nach ihnen, verkündeten das, was ihre tiefe theologische Überzeugung war. Dieses Recht sollte man calvinistischen wie nicht-calvinistischen Brüdern in gleicher Weise zugestehen. Die entscheidende Frage ist nicht, ob Kontroversen zugelassen werden sollten – denn schon die Urgemeinde debattierte kontrovers (Apg 15) –, sondern in welchem Geist Debatten geführt und Kontroversen ausgetragen werden.

 

Dennoch: Wir reichen einander die Hand

Wesley, und implizit alle Kritiker des Calvinismus, einseitig als Störenfriede und Zerstörer der Einheit zu charakterisieren, wird der Wahrheit nicht gerecht. Benedikt Peters schreibt in seiner Biographie über die vollständige Aussöhnung zwischen Wesley und Whitefield, dass Wesley ab 1743 „seine Beziehung zu Whitefield mit diesen Worten charakterisieren konnte: Die Dispute haben aufgehört; wir reichen einander die Hand. Von 1743 an genossen die beiden wieder brüderliche Gemeinschaft, wiewohl sie an ihren eigenen Glaubensüberzeugungen festhielten. … In den Jahren 1748 und 1749 änderte er seine Einstellung so sehr, dass er wiederum Whitefield mit großer Zuneigung bedachte und eine innige und gegenseitig bereichernde Freundschaft die beiden verband …“[16] Auch Wesley war ein Friedensstifter!

Ich schätze den Fundus reformiert-calvinistischer Theologie und betrachte mich nicht als Gegner des Calvinismus, nur weil ich die calvinistische Prädestinationslehre nicht teile. Und ich schreibe diesen Artikel nicht als Feind des Calvinismus, sondern als Freund. Ich stelle an alle Leser die Frage: Haben wir unsere Identität in erster Linie in einer theologischen Denkrichtung, oder haben wir unsere Identität – ungeachtet unserer jeweiligen Erkenntnisse – vor allem und über allem in Christus und in seinem Wort gefunden? Wenn Letzteres wirklich der Fall ist, kann der Segen einer bereichernden Freundschaft fließen. Dann aber sollte niemand vom anderen abverlangen, was er selbst nicht zu tun bereit ist. Und niemand sollte leichtfertig Brüder als Unruhestifter brandmarken, nur weil sie eine andere theologische Auffassung vertreten.

 

Einheit in der zentralen Botschaft des Evangeliums

Am Ende dieses Artikels möchte ich ein Zitat über Charles Spurgeon aus der Zeitschrift themelios, eine von D. A. Carson herausgegebene Publikation der calvinistischen Gospel Coalition, anführen. Aus diesem Zitat geht hervor, dass Spurgeon die calvinistische Soteriologie nicht zum Ausschlusskriterium für Einheit machte:

„Im Laufe seines gesamten Dienstes setzte sich Spurgeon für die Förderung der Einheit unter den Evangelikalen ein, unabhängig von der Konfession, solange das Evangelium die gemeinsame Basis war. Ob Methodist, Kongregationalist, Presbyterianer, Baptist oder sogar Anglikaner, Spurgeon glaubte, dass ,alle, die wiedergeboren waren, Glieder der Kirche Jesu Christi waren.‘ Trotz der Unterschiede in sekundären Angelegenheiten wie Taufe oder kirchliches Gemeinwesen arbeitete Spurgeon mit Evangelikalen anderer Konfessionen zusammen … Solange die zentrale Botschaft des Evangeliums recht verkündet wurde, war Spurgeon froh, ihre Gemeinschaft in Christus anzuerkennen.“[17]

Lasst uns miteinander statt übereinander reden. Aber lasst uns auch mit der Bereitschaft miteinander reden, in Demut ein besseres geistliches Verständnis über den Andersdenkenden zu erlangen, ohne von vorneherein die eigene Position zu verabsolutieren. Der Apostel Paulus bringt es auf den Punkt, wenn er schreibt: „Lasst uns alle, die wir gereift sind, so gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denkt, so wird euch Gott auch das offenbaren“ (Phil 3,15). Vielleicht kommt dann eine Zeit, in der niemand mehr das „Balken-Syndrom“ oder „Zeloten-Syndrom“ beim Nächsten diagnostizieren muss.

 

[1] Johannes Pflaum,  Das „Zeloten-Syndrom“ und die bibeltreue Bewegung – Ein Zwischenruf, in fest und treu, S. 7-9.

URL: https://clv.de/fest-treu-2-2020/2552002.

[2] Michael Horton, For Calvinism, Zondervan: Grand Rapids, Michigan, 2011, S. 9.

[3] Ebd., S. 10.

[4] Ebd., S. 9-10.

[5] Roger E. Olson, Against Calvinism, Zondervan: Grand Rapids, Michigan, 2011, S. 9.

[6] Ebd., S. 11.

[7] Ebd., S. 9.

[8] Ebd., S. 10.

[9] Pelagius leugnete die Notwendigkeit der Gnade und die Erbsündenlehre. Evangelikale Arminianer lehnen den Pelagianismus ab.

[10] Ebd., S. 10

[11] Michael Horton, For Calvinism, Zondervan: Grand Rapids, Michigan, 2011, S. 9.

[12] Martin Heckel, Gesammelte Schriften: Band V: Staat – Kirche – Recht – Geschichte (Jus Ecclesiasticum, Band 73), Mohr Siebeck; Auflage: 1 (1. November 2004), S. 228.

[13] Johannes Pflaum, Das „Zeloten-Syndrom“ und die bibeltreue Bewegung – Ein Zwischenruf, erschienen in: fest und treu 2/2020, S. 8.

[14] Ebd., S. 8. Man lese diesbezüglich auch das Kapitel „Bleibende Erweckung in England und in Amerika“ in der Biographie von Benedikt Peters über George Whitefield, CLV, Bielefeld, 2003, S. 354-358.

[15] John Wesley, The Journal of John Wesley, New York: CCEL/Capricorn Books, 1963, Samstag, 28. März 1741.

[16] Benedikt Peters, George Whitefield – Der Erwecker Englands und Amerikas, CLV, Bielefeld, 2003, S. 285.

[17] Geoffrey Chang, Spurgeon’s Use of Luther against the Oxford Movement. Erschienen in: themelios, Volume 43, 1. April 2018, S. 56.

2021-05-31T06:35:51+02:00